Bin ich bekloppt?! Warum ich für ein Foto im Urlaub um 04:00 Uhr aufstehe!

Bin ich bekloppt?! Warum ich für ein Foto im Urlaub um 04:00 Uhr aufstehe!

Wo die Schafe noch Vorfahrt haben

17
Oktober, 2017
Lesezeit ca. 8 Minuten. Mit Videobericht zur Nachtfotografie.
Wenn der Frosch in die Küche kommt, durchweicht Regen das Land.
Dieses irische Sprichwort hätte unsere 3-Tages-Reise nicht besser beschreiben können. Unser Kurztrip führte uns nach Irland, in die Grafschaft Clare, die auch „County of Culture“ genannt wird und in die Grafschaft Galway. So haben auch wir beeindruckende historische Kathedralen und Klöster gesehen, waren aber auch von der rauen, weiten und unberührten Landschaft Irlands fasziniert. Clare und Galway liegen an der Westküste Irlands, am felsigen Atlantik. Mit dem Mietwagen fuhren wir den „Wild Atlantic Way“, der uns nicht nur aufgrund der bewegenden Landschaft in Atem hielt, sondern insbesondere am ersten Tag auch wegen der schmalen, kurvigen Straßen und dem Linksverkehr.
Wohin führt uns dieser Weg?
Aufgenommen mit der Sony Alpha 6000 und dem Samyang 12 mm.

Grafschaft Clare – Loop Head Lighthouse

Der Leuchturm, der bereits seit 1620 auf der Halbinsel zu finden und noch immer in Betrieb ist (auch, wenn er seit 1971 elektrisch und seit 1991 sogar automatisch betrieben wird) bietet einen beeindruckenden Blick auf den „wilden Atlantik“. Von dort aus ist es sogar möglich, Wale zu sehen. Leider war an dem Tag, an dem wir den Leuchturm besuchten sehr starker Sturm, sodass es uns sogar schwer viel, die Kamera still zu halten, um ein gutes Foto zu schießen.

 

Während die Cliffs of Moher (214 m hoch) inzwischen von Touristenhorden aus der ganzen Welt erobert wurden, konnten wir die Kilkee Cliffs als einzige Besucher in vollen Zügen genießen.

Kilkee Cliffs & Cliffs of Moher

Umso beeindruckender aufgrund des stürmischen Wetters wirkten die Kilkee Cliffs sowie die Cliffs of Moher, welche nur 40 km voneinander entfernt liegen. Während die Cliffs of Moher (214 m hoch) inzwischen von Touristenhorden aus der ganzen Welt erobert wurden, konnten wir die Kilkee Cliffs als einzige Besucher in vollen Zügen genießen. Durch den Sturm peitschten die Wellen meterhoch an den Klippen empor, durch die Gischt bildete sich weißer Schaum auf dem Wasser.

Panne im „Nirvana“!
„Frank“ half uns problemlos weiter!

Grafschaft Galway Connemara National Park

Als wir den Nationalpark durchquerten, konnten wir endlich ein Bild von 3000 Hektar nahezu unberührter Natur machen. Uns erwarteten kahle Hochebenen, grüne Täler, raue Berghänge, mit Wollgras überzogene Mooren und dunkle Bergseen. Auch lief hier und da einfach ein Schaf über die Straße, das offensichtlich keine Angst vor Autos hatte und sich so die „Vorfahrt“ sicherte.

Hinein in das Abenteuer!
Wunderschöne Landschaften. Weiter Blick.
Bester Kurztrip in das Connemara Gebirge!

Kylemore Abbey

Die Geschichte von Kylemore vereint Romantik & Glück, schmerzhaften Verlust und Tapferkeit. Das pompöse Gemäuer des Kylemore Schlosses ragt triumphierend über den kristallklaren See. (Leider zum Teil in ein Baugerüst gehüllt)

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Wassers gelangten wir zur gotischen Kirche, die von Mitchell Henry zum Andenken an seine Frau Margaret gebaut wurde. Mit einem kleinen Bus wurden wir den Hang hinauf zum Viktorianischen Mauergarten gebracht, der auf 24.000 qm eine herrliche Oase aus Blumen- und Gemüsebeeten beheimate. Ein herrlicher Kontrast zum Connemare National Park.

 

Dunguaire Burg. Diese wollte ich unbedingt bei Nacht fotografieren, weshalb ich noch vor Sonnenaufgang aufstand.
Die Kamera immer dabei!

Dunguaire Castle

Im Süden der Grafschaft Galway gleich hinter dem Stadtrand von Kinvara steht die Dunguaire Burg.

Diese wollte ich unbedingt bei Nacht fotografieren, weshalb ich noch vor Sonnenaufgang aufstand. Die Burg wurde nie zu militärischen Zwecken genutzt, sie wurde von Anfang an als so genannten „Tower House“ errichtet. Das bedeutet, dass die Türme als Wohnräume genutzt wurden. Auch heute kann man in der Burg noch majestätisch zu Abend essen.

Stolz auf das Zielfoto!

Für ein Bild um 04:00 Uhr aufstehen! Lohnt sich das überhaupt?

Ganz ehrlich. Als der Wecker um 03:30 Uhr klingelte hätte ich mich am liebsten wieder umgedreht und geschlafen. Aber dann hätte ich auch nicht dieses tolle Erlebnis am Atlantik für mein Zielfoto gehabt.

 

Beeindruckend!
Riesige Kathedrale in Galway.

Cathedral Galway

Die 3. größte Stadt Irlands, nach Dublin und Cork, in der die Lynchjustiz ihren Ursprung hat, ist aufgrund ihrer vielfältigen kulturellen und Unterhaltungsangeboten die heimliche Kulturhauptstadt Irlands. Ruhe hingegen konnte ich in der Galway Cathedral finden. Sie vereint verschiedene Baustile, weshalb ihr von ihren Kritikern zweifelhafte Schönheit nachgesagt wird.

 

Innenansicht der Kathedrale.

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Hinterlasse gern einen Kommentar für mich. Herzliche Grüße!

Maik

 

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Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

Feuerwerk fotografieren

19

AUGUST, 2017

Lesedauer 3 Minuten

Ein Feuerwerk fotografieren ist doch super einfach …

Jedes Jahr im August finden die Pyro Games in Rostock statt. Dort gibt es jede Menge Fressbuden, Live Musik und anderes Gedöns.

Hauptsächlich geht es aber natürlich um das Feuerwerk bzw. den Kampf der Feuerwerke.

Nach allerhand Vorprogramm und das Warten auf die Dunkelheit war es dann endlich soweit. Ich muss dazu sagen, dass ich mich vorher etwas mit der Fotografie eines Feuerwerkes beschäftigt hatte.

Farbenfrohes Feuerwerk am Rostocker Himmel
Aufgenommen mit dem „Bulb“ Modus der Sony Alpha 6000

Gesagt, getan. Stativ mitgenommen, genügend Akkus vorbereitet. Einstellungen geprüft und los ging es.

Mhh. So richtig haben mich die ersten Ergebnises beim Durschauen der Bilder auf der Kamera während der Pause nicht überzeugt. Da wusste ich, dass es wohl doch nicht so leicht ist, wie man überall liest.

Beim zweiten Showdown und einem weiteren Feuerwerk lief es dann etwas besser. Den Auslöser mit kurzer Belichtungszeit betätigt und es kamen ein paar ansehnliche Aufnahmen dabei rum.

„Irgendwie ist auch immer etwas Glück bei der Fotografie eines Feuerwerkes dabei! Oder?“

Die Pyro Games waren vorbei und ich hatte gute 300 Bilder im Kasten. Zu Hause angekommen, habe ich erst einmal alles gesichtet und am Ende kamen leider nicht mehr als 5-10 gute Aufnahmen dabei heraus.

Hat Feuerwerksfotografie auch immer etwas mit Glück zu tun oder geht das auch einfacher und besser?

Auf dem oberen Foto siehst du einen Schnappschuss mit einer kurzen Belichtungszeit von ca. 1 Sekunde. Den Auslöser habe ich vorher schon (beim Hören des Knalls) permanent gedrückt.

Das rechte Bild zeigt den IGA Park beim Sonnenuntergang. Einfach super schön. Das Bild habe ich aus der „Hüfte“ und ohne große Vorbereitung geschossen. Schon lustig, was dabei manchmal so rum kommt.

Ich habe mich daher auf die für mich schönsten Fotografien beschränkt und ich hoffe, sie gefallen dir.

Wie sind deine Erfahrungen mit der Feuerwerksfotografie? Hinterlasse gern einen Kommentar.

Dein Maik

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Ausflug zur Esperanza in Warnemünde

Ausflug zur Esperanza in Warnemünde

Der Weg zur Esperanza im Ostseebad Warnemünde

30
August, 2017

Lesezeit etwa 3 Minuten

Auf dem Weg zur Esperanza.

Ich habe das Glück und wohne nicht unweit vom schönen Ostseebad Warnemünde entfernt. Somit bot sich eine kurze Fototour am Nachmittag förmlich an. Die Sonne schien zum Bilder machen eigentlich viel zu hell. Trotzdem macht es natürlich Spaß, die schönen Ecken in Warnemünde zu entdecken.

Ich startete dieses Mal am Cruise Terminal. Leider ist dieser Bereich immer sehr häufig (zumindest im Sommer) von vielen Menschen überfüllt. Es bot sich dennoch ein schönes Motiv an. Die Leinen der Schiffe sehen klasse aus, wenn diese vom Nahen abgelichtet werden. Es kribbelt gleich in den Fingern, man möchte förmlich mit „anpacken“ und das Schiff los bzw. festmachen.

Ein Tau welches an der Kaikante festgemacht wurde. 

Fotografiert mit der Sony Alpha 6000

Weiter ging es vorbei am Parkplatz der Wohnwagen in Richtung Gleise und Bahnhof Warnemünde. Wenn man die Augen offen hält, dann entdeckt man auch dort viele, ungewöhnliche Motive.

So ist auch das Bild von den Gleisen entstanden. Das Licht stand perfekt und die Gleise wirken mit dem verrosteten Stahl einfach einladend für ein Foto. Die Kamera einfach anders gehalten und aus der Froschperspektive fotografiert. Einen tollen Effekt ergibt es auch, wenn man den Bahnhof im Hintergrund noch mit auf dem Foto hat.

Im Übrigen sind dort noch bis Anfang der 90er Jahre Züge auf die Fähren Richtung Baltikum abgefahren. Daran erinnert auch noch ein Schaukasten am Molenkopf und ein kleiner, eingezäunter Bereich mit Gleisen.

„Die goldene Esperanza grüßt alle Seefahrer bei ihrer Einfahrt in Warnemünde.“

Das eigentliche Ziel dieser kleinen Tour war die „Goldene Esperanza“ (Foto links).

Die Mittelmole zu erreichen, ist für Urlauber nicht so leicht. Als erstes folgt man dem Weg Richtung Seglerheim vorbei an den kleinen Jollen und Booten, welche seelenruhig am Pier verankert sind. Über einen längeren (holprigen) Weg erreicht man dann schließich die Statue, welche von beiden Seiten von dem roten und grünen Molenfeuer eingebettet ist.

Die Statue, welche mit Blattgold überzogen ist, grüßt alle einheimischen, Urlauber und natürlich Seefahrerinnen und Seefahrer (Künstler: Ené Slawow alias ENEOS).

Sie symbolisiert die Hoffnung, Weltoffenheit und die Sehnsucht nach dem Meer.

Die „obligatorische“ Möwe darf natürlich auch nicht fehlen.

Auf dem Rückweg nach Hause sollten die Augen offen gehalten werden. Es bieten sich schöne Perspektiven, nicht nur für Fotografen! Man kann den Leuchtturm von Warnemünde hinter dem Alten Strom emporragen sehen und bekommt so ganz ungeahnte Bilder und Facetten vom schönen Ostseebad.

Alles in allem ist diese Tour in etwa 1,5 Stunden zu schaffen. Ich habe noch weitere, schöne Bilder machen können und kann euch als Fotospot die Esperanza wärmstens empfehlen.

Persönlich freue ich mich schon auf eine größere Tour, um neue und auch alte Ecken vom schönen Warnemünde (wieder)entdecken zu können.

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Herzliche Grüße

Maik

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